17.06.2019

Konsequente Nutzung von Prozesswärme ersetzt Heizung für Neubau

In vielen Unternehmen wird für Produktionszwecke viel Wärmeenergie benötigt, die anschließend meist ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. So auch bei der Werma Signaltechnik GmbH aus Rientheim-Weilheim, die Spritzgussanlagen und Ofenprozesse betreibt.

Anlässlich des Neubaus eines Betriebsgebäudes im Jahr 2017 mit ca. 4.000 Quadratmeter Nutzfläche wurde ein detailliertes Energiesparkonzept erstellt, das wesentlich auf der Nutzung der Abwärme aus den Prozessen beruht. Sämtliche Wärmequellen und Wärmesenken wurden mittels eines firmeninternen Nahwärmenetzes miteinander verbunden. So kann die Abwärme aus den Spritzgussanlagen, den Öfen und den Produktionsgebäuden genutzt werden. Mit Hilfe einer Wärmepumpe kann die Wärme auf ein höheres Temperaturniveau angehoben werden, das für die Heizung geeignet ist. Alternativ lässt sich mit einer Wärmepumpe auch Klimakälte erzeugen. In das Wärmenetz wurden des weiteren zwei Wasserspeicher mit 16 Kubikmeter für die Wärme und 12 Kubikmeter für die Kälte eingebunden. Die Gebäudeleittechnik wurde komplett erneuert. Die Investitionskosten für die komplette Umsetzung der Maßnahmen beliefen sich auf etwa 500.000 Euro, inbegriffen, dass auf die Errichtung einer Heizung und Kühlanlage verzichtet werden.

Im Ergebnis werden nun pro Jahr etwa 100.000 Kilowattstunden Strom und ca. 40.000 Kilowattstunden Heizöl eingespart.

Autor

Jürgen Maier
Bildquelle UTBW