01.06.2022

Thementag „Abwärme nutzen“ zeigt Technologien, Umsetzungsbeispiele und Fördermöglichkeiten

Stuttgart, 18.05.2022 Abwärmepotenziale identifizieren, bewerten und produktiv nutzen: Beim KEFF-Thementag „Abwärme nutzen“, veranstaltet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Abwärme, konnten sich die Teilnehmenden umfassend über Technologien, Fallbeispiele und Fördermöglichkeiten informieren. Als nachfragestarke Anwender von Prozesstechnologien bieten Unternehmen in Baden-Württemberg beste Voraussetzungen für die Nutzung von Abwärme.

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Große Bedeutung der Abwärmenutzung für die Klimaneutralität

Stefan Benzing, Ministerialdirigent, Leiter der Abteilung 1 im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Abwärmenutzung für die Klimaziele des Landes: „Neben dem verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung muss die Nutzung von Abwärmepotenzialen von Unternehmen stärker fokussiert werden. Hier hat das Land Ende 2020 das Abwärmekonzept BW verabschiedet, das nun durch verschiedene Maßnahmen umgesetzt wird. Dazu zählen unter anderem die Einrichtung des Kompetenzzentrums Abwärme bei Umwelttechnik BW und verschiedene Förderbausteine im Programm Klimaschutz-Plus.“

Dr.-Ing. Hannes Spieth, Geschäftsführer Umwelttechnik BW, stellte bei seiner Einführung das in der Landesagentur für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz angesiedelte Kompetenzzentrum Abwärme sowie weitere Projekte in den Bereichen Umwelttechnik, Ressourceneffizienz und industriellem Klimaschutz vor. Dabei betonte er die Ausrichtung auf Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen bei der Transformation in Richtung Klimaneutralität sowie die Bedeutung für die Sicherung des Standorts und den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen im Land.

Potenziale ausschöpfen und klimaneutral werden

„Die beste Energie ist jene, die nicht verbraucht wird. Beim Thema Abwärmenutzung geht es sogar noch einen Schritt weiter. Dabei kann man zurückholen, was eigentlich schon verbraucht war“, beschrieb Martin Pfränger vom Kompetenzzentrum Abwärme die Ausgangssituation. Anschließend informierte Dr.-Ing. Erik Heyden über unterschiedliche Abwärme-Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis.

Konkrete Umsetzungsbeispiele, Wärmenetze und kommunale Wärmeplanung

Die Fachvorträge gaben wertvolle Einblicke in erfolgreiche Abwärmeprojekte. Anne-Catharina Nasri-Graage und Annika Ritter, Klima Kontor Planung und Beratung GmbH, Hamburg, zeigten detailliert die praktische Umsetzung am Beispiel einer Bäckerei. Die Realisierung bei einer Härterei war das Thema von Alexander Götz, HEMO GmbH, Ötisheim und Christian Schwierz, IMS Gear SE & Co. KGaA, Donaueschingen. Andreas Gerspacher, Effizienzmoderator KEFF Mittlerer Oberrhein verdeutlichte die Rolle des KEFF-Checks beim Auffinden von Abwärmepotenzialen. Abschließend zeigte Anders Berg, Kompetenzzentrum Wärmewende, KEA Klimaschutz und- Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, Karlsruhe, anschaulich die Möglichkeiten von Wärmenetzen und den Stand der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung auf.

Umfassend informieren und Hemmnisse überwinden

Immer noch enden manche Abwärmeprojekte während der Implementierung. Als neutraler Ansprechpartner, Vermittler oder Moderator verfolgt das Kompetenzzentrum Abwärme das Ziel, deutlich mehr sinnvolle und wirtschaftliche Projekte in Baden-Württemberg zu unterstützen. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen und Institutionen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Fertigung soll Baden-Württemberg zu einem Leitmarkt für Abwärmetechnologien werden.

KEFF-Check und Kompetenz für Abwärme

Der neutrale, kostenlose und unverbindliche KEFF-Check vor Ort hilft Unternehmen ganz allgemein Effizienzpotenziale zu erkennen. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Abwärme können produzierende Unternehmen konkret feststellen, ob technisch und wirtschaftlich nutzbares Abwärmepotenzial gehoben werden kann. Das Kompetenzzentrum Abwärme unterstützt dabei von der Initiierung bis hin zur Umsetzung.

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