Deutschland

Klimaschutzinitiative – Mini-KWK-Anlagen

Mini-KWK-Anlagen, erhalten einen Investitionszuschuss, um die Potenziale der Kraft-Wärme-Kopplung im Bereich kleinerer Objektversorgung zu erschließen. Die Förderung ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung, wonach bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um mindestens 40 % reduziert werden sollen.

Was wird gefördert?

Neue Mini-KWK-Anlagen („Blockheizkraftwerke“) mit einer Leistung bis 20 Kilowatt (kWel) können in bestehenden Gebäuden einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlage gestaffelt ist. 

Besonders effiziente Mini-KWK-Anlagen können zusätzlich zur Basisförderung einen Wärme- und/oder Stromeffizienzbonus erhalten.

Der Antragsteller muss Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes sein, auf dem die Anlage errichtet werden soll, oder ein von diesem beauftragter Contractor.

Die Anlage muss:

  • sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden,
  • sich auf der "Liste der förderfähigen Mini-KWK-Anlagen" befinden,
  • außerhalb eines Gebietes sein, in dem ein Benutzungsgebot für Fernwärme vorliegt,
  • in einem bestehenden Gebäude (Bauantrag vor 1.1.2009) errichtet werden,
  • mindestens sieben Jahre zweckentsprechend betrieben werden,
  • in einem Leistungsbereich bis 20 kW el liegen,
  • einen Wärmespeicher mit einem Mindestvolumen von 60 l Wasser pro thermischer Leistung (kWth) vorweisen, wobei max. ein Speichervolumen von 1.600 l erforderlich ist.
  • mit einem Wartungsvertrag ausgerüstet sein,
  • eine Messeinrichtung zur Erfassung der Stromerzeugung im KWK-Prozess besitzen,
  • die technischen Anforderungen gemäß EU-Richtlinie für KWK-Kleinstanlagen sowie die Anforderungen der jeweils gültigen TA-Luft einhalten oder übertreffen.
  • Mit dem Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein.

Wer kann mitmachen?

  • Privatpersonen
  • Angehörige der Freien Berufe
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gemäß KMU-Definition der EU
  • Kommunen
  • Kommunale Gebietskörperschaften
  • Kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Investoren.
  • Große Energiedienstleistungsunternehmen sind antragsberechtigt, wenn sie den Antrag für eine Anlage im Auftrag eines der vorab genannten Antragsberechtigten stellen, für den sie als Energiedienstleistungsunternehmen (Contractor) auftreten.

Verfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung der Antragsformulare an das

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 425 – KWK, Mini-KWK
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-17 98
Fax (0 61 96) 9 08-18 00
E-Mail: mini-kwk@bafa.bund.de
Internet: http://www.bafa.de

zu richten.

Art und Form der Zuwendung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.

Die Höhe der Förderung ist abhängig von der elektrischen Leistung der Anlage.

Besonders effiziente Mini-KWK-Anlagen können zusätzlich zur Basisförderung einen Wärme- und/oder Stromeffizienzbonus erhalten.

Der Wärmeeffizienzbonus beträgt 25 % der Basisförderung und wird für Mini-KWK-Anlagen gewährt, die mit einem (zweiten) Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem angeschlossen sind.

Der Stromeffizienzbonus beträgt 60 % der Basisförderung und wird für Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad gewährt.

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Ansprechpartner

britta.großmann

Britta
Großmann
Company Position
+49 711 252841-45
Friedrichstraße 45
Projektleiterin Energieeffizienz KEFF
70174 Stuttgart
Deutschland

Fördergeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Einreichungsfrist

31.12.2020