Deutschland

Heizen mit Erneuerbaren Energien

Im Marktanreizprogramm zur Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien fördert das BAFA anteilig Maßnahmen an Neubauten und bestehenden Gebäuden zur regenerativen Wärmeerzeugung.

Was wird gefördert?

In Neubauten sind förderfähig:

  • Solarkollektoranlagen mit 30 % der förderfähigen Kosten
  • Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen mit 35 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung ist die Erfüllung der technischen Mindestanforderungen.

Bei bestehenden Gebäuden, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als zwei Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb genommen war, das ersetzt oder unterstützt werden soll, werden gefördert:

  • Solarthermieanlagen, wenn sie überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dienen.
  • Biomasseanlagen, bei Installationen ab 5 kW Nennwärmeleistung zur thermischen Nutzung.
  • Effiziente Wärmepumpenanlagen, wenn sie überwiegend der Raumheizung oder kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden oder der Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz dienen.
  • Hybridheizungen, die mehrere Anlagen kombinieren und mit Inbetriebnahme Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen.
  • „Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen, die spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen.

Es existiert außerdem eine Austauschprämie für Ölheizungen durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage


Weitere Details des Fördergegenstandes sind den Listen förderfähiger Anlagen zu entnehmen.

Die Aufführung der förderfähigen Kosten finden Sie hier.

Wer kann mitmachen?

Folgende Antragssteller sind antragsberechtigt:

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Freiberufler
  • Kommune, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • Unternehmen
  • gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften

Verfahren

Die Antragstellung über das elektronische Antragsformular muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen. Die Antragstellung muss nicht persönlich erfolgen, sondern kann durch Erteilung einer Vollmacht von z.B. einem Handwerker, Anwalt, Verwandter, Nachbar, Energieeffizienzexperten übernommen werden. Das elektronische Antragsformular finden Sie hier. Sobald der Antrag über das elektronische Antragsformular gestellt wurde, steht es frei mit der geplanten Maßnahme zu beginnen.

Art und Form der Zuwendung

Die jeweiligen Fördersätze der Fördergegenstände bei Neubauten und Bestandsgebäuden ergeben sich wie folgt:

  • Solarthermieanlagen: 30 %
  • Biomasseanlagen oder Wärmepumpeanlagen: 35 %
  • Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride): 45 %

Werden Ölheizungen durch die aufgeführten Anlagen (Ausnahme: Solarthermieanlagen) ausgetauscht, erhöht sich der Fördersatz um 10 %

Bei Nachrüstung eines Sekundärbauteils für die Biomasseanlage zur Partikelabscheidung oder Brennwertnutzung beträgt der Fördersatz bei Neubauten und Bestandsgebäuden 35 %.

Bei Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung beträgt der Fördersatz 30 % (falls im Zuge eines Austausch einer Ölheizung: 40 %). Erfolgt eine spätere Einbindung der erneuerbaren Wärmeerzeugung (Renewable Ready) liegt der Fördersatz bei 20 %.

Eine Übersicht der Fördersätze der jeweiligen Fördergegenstände findet sich hier.

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Ansprechpartner

britta.großmann

Britta
Großmann
Company Position
+49 711 252841-45
Friedrichstraße 45
Projektleiterin Energieeffizienz KEFF
70174 Stuttgart
Deutschland