17.02.2019

Gebäudeautomation – Energieeffizienz 4.0

Sie sollten diesen Artikel auf jeden Fall durchlesen, wenn Sie einen Neubau für Ihr Unternehmen planen. Denn Steuerung von Licht, Heizung, Kühlung, Klima, Beschattung, Schaltanlagen, Transformatoren, Sanitäranlagen, Aufzügen etc. kann mittels smarter Mess- und Regeltechnik in gewerblich genutzten Gebäuden bis zu 50 Prozent Kosten einsparen. Und den Wert der Immobilie steigern.

Gebäudeautomation bedeutet eine erhebliche Verringerung von umweltschädlichen Folgen der Gebäudenutzung, die Minimierung der Nutzungskosten und eine Steigerung des Marktwerts Ihres Gebäudes.

Gleichzeitig wird die Nutzungsqualität verbessert, auch hinsichtlich der Gesundheit und des Komforts der Menschen, die in Ihrem Betrieb arbeiten. Das System alarmiert Sie in kritischen Situationen zeitnah und externe Hilfskräfte sind dank automatischer Alarmweiterleitung schnell am Ort des Geschehens.

Gebäudeautomation ist das „Gehirn“ Ihrer Gebäudetechnik

Das Maß der Dinge bei der Reduzierung von Wärmeverlusten eines Gebäudes ist der sogenannte U-Wert. Der U-Wert definiert den Umfang an Wärme, der durch eine Wand, ein Fenster oder ein Dach dringt. Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme geht verloren. Gut gedämmte Außenwände, Decken, Dächer und Fenster können den Heizbedarf im Winter um mehr als 50 Prozent senken. Zum Beispiel wurde im Rahmen einer Studie des ECB (EcoCommercial Building Programm ) das energetische Einsparpotenzial einer Muster-Industriehalle errechnet. Bei einer rund 7.500 Quadratmeter großen Halle könnten allein mit einer gut gedämmten Gebäude­hülle 2.300 Euro jährlich an Heizkosten gespart werden. Bei geschätzten Dämmkosten von 32.000 Euro hätte die Investition sich schon nach elf Jahren amortisiert.

Gebäudeautomation gewährleistet nachhaltigen Anlagenbetrieb

Gebäudeautomation lässt Anlagen untereinander kommunizieren und viele Informationen an die übergeordneten Management- und Überwachungsebenen liefern. Dort werden große Datenmengen erfasst, auswertet und für auf Bildschirmen visualisiert.

Auf Grundlage dieser Daten können Verbrauchsprognosen erstellt und die Betriebsweisen von Anlagen optimiert werden. Betriebs-störungen werden auf Überwachungsmonitoren sofort angezeigt und Techniker unverzüglich aktiviert.

Gebäude werden zudem befähigt, mit Smart Grid (intelligente Stromnetze) zu kommunizieren und zu interagieren. Beispiel:

Abhängig von der Stromverfügbarkeit und dem Strompreis kann die Gebäudeautomation entscheiden, was günstiger ist: Der Strom aus dem Netz oder die Sonnenenergie von der Photovoltaikanlage auf dem Firmendach.

Gebäudeautomation steuert, regelt und optimiert Heizung, Lüftung oder Klimaanlage bedarfs- und zeitgerecht

Gebäudeautomation schaltet und dimmt die Beleuchtung entsprechend des Tageslichts, des Bedarfs und der Anwesenheit. Sie steuert Verschattungseinrichtungen in Abhängigkeit von Sonnenlicht und Wind. Sie kontrolliert den Betrieb und Energiebedarf von Aufzügen, Generatoren, Transformatoren, Anlagen und anderen Geräten.

Gebäudeautomation basiert auf dem Prinzip, dass …

… jede Art von Energie für jeden Raum und jeden Verbraucher exakt so wie gewünscht und benötigt zur Verfügung gestellt wird. In einem integrierten Automationssystem werden Raumklimaregelung, Beleuchtungsregelung und miteinander Sonnenschutz verbunden, sodass die verschiedenen Funktionen aufeinander abgestimmt werden können. Beispiel: Das Zusammenwirken von Fensterkontakt und Heizungsventil. Meldet der Fensterkontakt ein geöffnetes Fenster, schließt sich das Heizungsventil automatisch, sodass nicht mehr zum Fenster „hinausgeheizt“ wird.

Der Energiebedarf der Einzelräume wird über das Automations-system auch an Primärsysteme wie Heizkessel oder Kälteanlagen kommuniziert. Diese werden ebenfalls nach Bedarf geregelt.

Das Fundament für ein Gebäudeautomationssystem ist …

… ein übergeordnetes und raumbezogenes Erfassungs- und Steuerungssystem für alle Energieströme. Dazu werden herstellerunabhängige, offene Bussysteme und Kommuni-kationsstandards genutzt. Zum Beispiel Europäischer Installationsbus (EIB/KNX) oder Local Operation Network (LON). Mit einem solchen System können alle Einzeltechnologien im Gebäude koordiniert und aufeinander abstimmt werden.

Ein nach DIN EN ISO 50.001 zertifiziertes Energiemanagement-system stellt sicher, dass alle Anlagen, Abläufe und Nutzungen korrekt erfasst werden. Dies ermöglicht dem produzierenden Gewerbe zudem Zugang zu Vergünstigungen bei der Stromsteuer oder zu einer besonderen Ausgleichsregelung zur EEG-Umlage.     

Das Wichtigste zum Schluss: Energieeffizienz wird großzügig gefördert und bezuschusst.

Energie und CO2 – weniger ist mehr! Sprich: Je weniger Energie  Ihr Betrieb benötigt, desto mehr wird Ihre Investition, zum Beispiel in Maßnahmen zur Gebäudeautomation gefördert und mit barem Geld bezuschusst. Was zählt, ist die Einsparung. Schon ab zehn Prozent weniger Energieverbrauch können Sie Förderungen und Zuschüsse erhalten.

Fragen Sie doch einfach Ihren KEFF Effizienzmoderator. Er führt Sie sicher durch den „Förder- und Zuschussdschungel“ und empfiehlt Ihnen die für Ihren Betrieb richtigen Programme.

Bildquelle UTBW

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