05.05.2022

Förderung von Nahwärmenetzen im Nordschwarzwald

Stuttgart, 04.05.2022. Mit insgesamt 650.000 Euro bezuschusst das Umweltministerium den Aus- und Neubau drei weiterer energieeffizienter Wärmenetze. Zwei der geförderten Projekte liegen im Nordschwarzwald in Baiersbronn und Ispringen. Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt, unterstützt das Land mit seinem Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“.

Wärmeversorgung energieeffizient und CO2-arm

„Mit Energie sparsam und bewusst umzugehen hat seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs an neuer Bedeutung gewonnen. Insbesondere bei der Wärmeversorgung machen fossile Energieträger immer noch einen hohen Anteil aus“, sagte Umwelt- und Energiestaatssekretär Andre Baumann am 04. Mai in Stuttgart. Nun gelte es die Gebäude im Land effizient zu sanieren und die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen.

Ortsteil Klosterreichenbach von Baiersbronn

Um kommunale und private Gebäude im Ortsteil Klosterreichenbach von Baiersbronn im Landkreis Freudenstadt mit Wärme zu versorgen, soll ein Wärmenetz errichtet werden. Die Gemeinde erhält vom Umweltministerium 200.000 Euro an Förderung, um im zweiten Bauabschnitt Leitungen mit einer Länge von 2775 Meter zu verlegen und 57 Übergabestationen zu installieren. Den Wärmebedarf deckt eine Holzheizung, ein Wärmespeicher sowie ein Spitzenlastkessel; zudem wird die Abwärme einer örtlichen Wäscherei in das Wärmekonzept miteingebunden.

Ispringen im Enzkreis

Für die Versorgung von kommunalen Gebäuden und Privathaushalten ist im Ortskern von Ispringen im Enzkreis ein neues Nahwärmenetz geplant. Mit einer Länge von rund 1350 Metern soll das Wärmenetz 21 Hausanschlüsse versorgen. Das Umweltministerium fördert den Bau des Wärmenetzes inklusive Übergabestationen und einem Pufferspeicher mit 200.000 Euro.

Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

Den Ausbau von energieeffizienten Wärmenetzen unterstützt das Land mit einem eigenen Förderprogramm. Dabei fördert es Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt. In den vergangenen Jahren konnten weit über 60 Wärmenetze bezuschusst werden.

KEFF Nordschwarzwald stellt Informationen bereit

“Die Fragen sind vielfältig, welche sich beim Bau und Anschluss an ein Nahwärmenetz ergeben. Es müssen eine Vielzahl von Akteuren koordiniert werden und die Kommunalplanung mit einbezogen werden” so der KEFF Effizienzmoderator Dr. Andreas Fibich, zuständig für die Region Nordschwarzwald. Als Ansprechpartner für Industriebetriebe, welche sowohl als Nahwärmenutzer als auch als Nahwärmeerzeuger durch Einspeisung von Abwärme in Frage kommen, ist er einer der die Kontakte zu den verschiedenen Akteuren herstellen kann. Mit einem kostenlosen KEFF-Check vor Ort in Ihrem Unternehmen gehen Sie schon den ersten Schritt. Freie Termine und Fragen senden Sie direkt an keff-nsw@pforzheim.ihk.de oder rufen Sie uns an unter 07231 / 201-108 . Wir freuen uns Sie bei Energiefragen weiter zu unterstützen.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft / KEFF Nordschwarzwald

Ansprechpartner

Andreas Fibich

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