09.05.2019

EFFIZIENZPOTENZIALE BEI: HEIZUNG, KLIMA, LÜFTUNG

„BEDEUTUNG NATÜRLICHER KÜHLUNG NIMMT ZU“

Energetische Optimierung im Bereich Heizung-Klima-Lüftung lohnt sich

„Raumlufttechnische Anlagen gewinnen aufgrund der Klimaerwärmung in den nächsten Jahrzehnten weiter an Bedeutung. Durch Sanierung oder Erneuerung älterer Anlagen kann ein nennenswerter Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden“, betonte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller beim KEFF-Thementag „Heizung-Klima-Lüftung“ am 8. Mai 2019 in Stuttgart.  Ziel der Landesregierung ist es, bis 2050 die CO2-Emmissionen um etwa 90 Prozent zu reduzieren.

Rund 120 Teilnehmer waren zum siebten KEFF-Thementag mit dem Schwerpunkt Heizung-Klima-Lüftung ins Umweltministerium nach Stuttgart gekommen, um sich über die aktuellsten Technologien und Konzepte zu informieren und sich mit Fachleuten aus Projektplanung und Produktion auszutauschen. Viele Unternehmen in Baden-Württemberg setzen in ihren Produktionshallen, Verkaufsräumen, Lagerstätten und Büros bereits auf moderne Heiz- und Kälteanlagen mit energiesparender Regelung, die sich den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den eingesetzten Materialien, Maschinen und Techniken anpasst. Es gibt in diesem Bereich jedoch noch enorme Umsetzungspotenziale! Hinzu kommen gesetzliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen, wie beispielsweise die F-Gas-Verordnung. Hier steht der Kälte- und Klimamarkt vor großen Herausforderungen: Bis 2030 ist eine Verringerung um 70 Prozent gefordert. Da sind neue Technologien unabdingbar!

„Absorptionskälteanlagen kühlen kostengünstig und verlängern zudem BHKW-Laufzeiten“, betonte beispielsweise Bernd Hebenstreit von EAW Energieanlagen. Zur Adsorptionstechnik erklärte Gregor Feig von der Fahrenheit GmbH: „Sie spart bis zu 90 Prozent Strom und kommt zudem ohne synthetische Kältemittel aus“.

Einsparungen im hohen zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit. Verhältnismäßig geringe Investitionskosten führen schnell zu einem messbaren Erfolg. In den Vorträgen wurde stets betont, dass sich Investitionen lohnen und häufig schnell amortisieren. Manfred Müller von AHU Rosenberg Ventilatoren verwies auf die Energieeffizienzpotenziale der modernen Lüftungstechnik. Investitionen in Wärmerückgewinnung mit einer Amortisationszeit von zirka einem Jahr und einer damit einhergehenden CO2-Reduzierung über 19 Tonnen pro Jahr war nur eins seiner genannten Praxisbeispiele.

Im Gespräch mit Moderatorin Tina Kraus gingen die sieben Referenten auf die Fragen des interessierten Publikums ein und die begleitende Ausstellung bot zudem Raum für Erklärungen, Diskussionen und lösungsorientierte Ansätze.

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Dr. Volker Diffenhard

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