Deutschland

Bundesförderung für das Pilotprogramm Einsparzähler

Das BAFA fördert Unternehmen, die mittels der Entwicklung innovativer digitaler Messsysteme ihren Endkunden helfen Energie einzusparen, mit bis zu zwei Millionen Euro.

Was wird gefördert?

Es werden Unternehmen gefördert, die digitale Messsysteme entwickeln und im Praxiseinsatz erproben, die bei Dritten (Endkunden) Einsparungen von Energie belastbar quantifizieren und die erhobenen Daten für weitere innovative Mehrwertdienste nutzen. Die Messsysteme können einen oder mehreren der Energieträger Strom, Gas, Biomasse, ölbasierten Brennstoffen, Wärme oder Kälte adressieren.

Das Pilotprojekt muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Erfassung des Ist-Verbrauchs sowie der energetischen Ausgangsbasis
  • Sicherstellung einer belastbaren Messmethodik und Systemgrenze
  • Geräteerkennung (20 % im 1. Projektjahr, +5 % jedes weitere Projektjahr)
  • Mindestens ein neues Feature entwickeln, das es so auf dem Markt noch nicht gibt
  • Individualisierte Nutzer-Information (Darstellung der Verbräuche und Einsparungen)
  • Erfolgskontrolle
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

Genaue Anforderungen sind enthalten im Technischen Merkblatt
An welche Endkunden der Antragsteller seine Angebote adressiert, ist ihm freigestellt. Zusätzlich kann in Verbindung mit diesem Förderprogramm ein Antrag auf Förderung der Vermarktung des Einsparzählers gestellt werden.

Wer kann mitmachen?

Es sind grundsätzlich alle Unternehmen antragsberechtigt, die über ein geordnetes Rechnungswesen verfügen. Dieses muss jederzeit die Feststellung der Kosten und Leistungen, die Abstimmung der Kosten- und Leistungsrechnung mit der Aufwands- und Ertragsrechnung sowie die Ermittlung von Preisen auf Grund von Selbstkosten ermöglichen.
Dabei wird vorausgesetzt, dass das Unternehmen keine staatlichen Beihilfen bezieht oder ein Insolvenzverfahren beantragt.

Verfahren

Der Antrag ist vor Vorhabenbeginn zu stellen, d.h. vor dem Abschluss eines Vertrags mit einem Dritten (z.B. Endverbraucher als Kunden). Daher können keine Kosten aus Tätigkeiten vor Vorhabenbeginn geltend gemacht werden.

 Im Förderzeitraum von fünf Jahren hat das Unternehmen das Messkonzept zu entwickeln und zu erproben.

Neben dem Antragsformular sind folgende Unterlagen bei dem BAFA einzureichen:

  • Vorkalkulation: In dieser stellt der Antragsteller die im fünfjährigen Projektzeitraum erwarteten förderfähigen Kosten und Einnahmen im Rahmen eines Kostenplans dar.
  • Projektskizze: Hier beschreibt der Antragsteller die technischen Details seiner Projektidee.
  • Geschäfts- und Skalierungsplan
  • Aktueller Handelsregisterauszug oder eine Gewerbeanmeldung

Art und Form der Zuwendung

Die Förderung geht über einen Zeitraum von fünf Jahren und kann bis zu zwei Mio. Euro betragen.  Die Förderquote liegt zwischen 25 und 50 % der Kosten, die der Zuwendungsempfänger dem BAFA nachweisen kann. Die verbleibenden 75 bzw. 50 % werden nach einem festen Vergütungsschlüssel auf Basis der nachgewiesenen Einsparungen ausgezahlt.

Genaue Informationen zur Zusammensetzung des Förderbetrages kann Abschnitt 6 des Merkblattes für Antragstellung entnommen werden.

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Ansprechpartner

britta.großmann

Britta
Großmann
Company Position
+49 711 252841-45
Friedrichstraße 45
Projektleiterin Energieeffizienz KEFF
70174 Stuttgart
Deutschland

Fördergeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie