03.04.2017

Energieeffizienz im Großen Ganzen gedacht

ENERGIEEFFIZIENZ IM GROSSEN GANZEN GEDACHT

UNTERNEHMER UND ENERGIEMANAGER DER REGION SCHWARZWALD-BAAR-HEUBERG SORGEN FÜR EFFIZIENZ AM „FORSCHUNGSGROSSGERÄT“ ETA DER TU DARMSTADT

Auf Initiative der regionalen Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) Schwarzwald-Baar-Heuberg hat sich eine Gruppe von Unternehmern und Energiemanagern kürzlich zu einer Exkursion an die Lernfabrik für Energieproduktivität (ETA) nach Darmstadt aufgemacht. Dort wird zu neuen Methoden im Bereich energieeffiziente Produktion geforscht und geschult. Die Teilnehmer haben wertvolle Impulse für ihre tägliche Arbeit gesammelt.

Villingen-Schwenningen/Darmstadt. Der futuristische Bau auf dem Campus der Technischen Universität Darmstadt lässt schon von außen erahnen, dass im Inneren ein Stück Zukunft auf den Besucher wartet. In diesem Fall sogar Zukunft zum Anfassen: Denn in der ETA-Fabrik findet keine Forschung hinter verschlossenen Türen statt. Wissenschaftler, Studenten und Unternehmen bekommen hier die Möglichkeit aktiv Energieeffizienzpotenziale aufzuspüren und direkt umzusetzen. „Diese Art, vor Augen geführt zu bekommen, wo es Potenzial gibt, inspiriert auf jeden Fall für die Praxis im Unternehmen“, so Michael Fehrenbach, Leiter der Instandhaltung bei E. Wehrle in Furtwangen.
In der Fabrik simulieren Produktionsmitarbeiter einen zerspanenden Prozess in dem ein kleines Getriebe hergestellt wird. Hier gilt es, schlau Fragen zu stellen, mit offenen Augen durch die Produktion zu gehen und entdeckte Verbesserungen zu dokumentieren. Im Anschluss werden alle Informationen zusammengetragen und Maßnahmen abgeleitet. Diese werden dann in die Tat umgesetzt. Die Erfolgskontrolle kommt sofort.
Neben „Learning by Doing“ bietet die ETA-Fabrik aber auch Einblicke in modernste Gebäudetechnik und Hallen-Konstruktion. Maschinenpark, Infrastruktur und Gebäude sind vernetzt und können interagieren. Im Keller sorgen BHKW und Schwungradspeicher für ausreichend Energie in der Produktion, neuartige Glasfassaden lassen das Licht zwar durch, es wird jedoch an die Hallendecke gelenkt und blendet somit nicht. Das Gebäude ist modular erweiterbar. Fertigteile aus einem eigens entwickelten Betonschaum garantieren eine hohe Dämmung. Das Halleninnere ist trotz Wärmebehandlung und weiterer Abwärmeerzeuger in der Produktion durch die thermische Aktivierung des Gebäudes angenehm klimatisiert. Markus Welte von IMS Gear freut sich daher, nicht nur Anregungen für einen effizienteren Produktionsprozess zu bekommen: „Für unser Neubauprojekt konnte ich mir hier einige Ideen holen. Der Blick über den Tellerrand hat sich auf jeden Fall gelohnt“, so der Energiemanager des Donaueschinger Zahnrad- und Getriebespezialisten.
Weitere Exkursionen für Vertreter aus Unternehmen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg an die TU Darmstadt finden statt am 9. Mai, 1. September und 7. November. Informationen und Anmeldung bei Simon Scholl (simon.scholl.keff-bw@vs.ihk.de, Telefon: 07721 922-149)

Die regionale Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) Schwarzwald-Baar-Heuberg bei der Industrie- und Handelskammer, unterstützt durch die regionalen Energieagenturen sowie die Handwerkskammer, bietet Unternehmen kostenfrei und unabhängig Informationen zu Energieeffizienzmaßnahmen und Energieberatung. Das Projekt des Umweltministeriums wird gefördert durch das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union.


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Simon Scholl
Effizienzmoderator der regionalen
Kompetenzstelle Energieeffizienz Schwarzwald-Baar-Heuberg
Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg
Romäusring 4
78050 Villingen-Schwenningen
T 07721 922-149
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simon.scholl.keff-bw@vs.ihk.de

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KEFF Schwarzwald-Baar-Heuberg

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