27.07.2017

EFFIZIENTE GESUNDHEITSEINRICHTUNGEN SIND FIT FÜR DIE ZUKUNFT - AUCH REGIONALE KLINIKEN UND PFLEGEHEIME LEIDEN UNTER STEIGENDEN ENERGIEKOSTEN UND STEUERN GEGEN

Der Energieverbrauch eines Klinikbettes pro Jahr entspricht etwa dem von vier modernen Einfamilienhäusern. Um diesen Wert zu senken, trafen sich kürzlich 30 Energieverantwortliche aus Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bei einer Veranstaltung des Umweltministeriums und der regionalen Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) in der Industrie- und Handelskammer in Villingen-Schwenningen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Erzeugung von Strom und Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplung.

Villingen-Schwenningen. Auch die regionalen Gesundheitseinrichtungen treibt das Thema Energie um. Diesen Schluss lässt zumindest die hohe Resonanz auf eine Veranstaltung des Umweltministeriums, der Industrie- und Handelskammer und der KEFF zu. Welche aktuellen Förderprogramme gibt es für Kliniken und Heime? Wie lässt sich der eigene Verbrauch mit dem anderer Einrichtungen vergleichen und wer hilft bei Planung und Betrieb, wenn beispielsweise ein Blockheizkraftwerk hocheffizient Wärme und Strom liefern soll? Auf diese Fragen hatten die kompetenten Referenten unzählige Antworten. Dabei wurde klar: Es kommt immer auf die Einzelfallbetrachtung an. Denn gerade bei dieser Klientel trifft man häufig auf in vielen Jahren gewachsene bauliche Strukturen und unzählige Kilometer Versorgungsleitungen. Komplexe rechtliche Fragestellungen treten dann auf, wenn diese Leitungen beispielsweise über öffentlichen Grund wie Wege oder Grünflächen führen. Aber auch die unterschiedlichen Anwendungen von Energie in einer Einrichtung sind häufig mit komplexen regulatorischen Anforderungen verbunden. Generell muss bei Energieeffizienzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen auf viele Aspekte geachtet werden. „Die Anforderungen in diesem Bereich sind sehr speziell. Daher lohnt sich der Austausch mit Gleichgesinnten, zum Beispiel in einem moderierten Effizienz-Netzwerk", so Simon Scholl von der regionalen Kompetenzstelle Energieeffizienz. Doch auch professionelle Beratung lohnt sich für betroffene Einrichtungen, besonders wenn diese wie bei der BHKW-Begleitplanung öffentlich gefördert wird.

In den Kliniken und Pflegeheimen der Region legt man indes die Hände nicht in den Schoß: „Wir haben seit 2011 ein Blockheizkraftwerk und erzeugen damit Strom und Wärme zugleich. Dadurch sparen wir jährlich etwa 90 000 Euro an Energiekosten", berichtet Michael Fruh, Technischer Leiter der Klinik Hüttenbühl in Bad Dürrheim.

Um diese Anstrengungen weiter zu unterstützen plant die Industrie- und Handelskammer gemeinsam mit der regionalen Energieagentur und dem Umweltbüro Donaueschingen ein Netzwerk für Gesundheitseinrichtungen der Region. Neben dem erfolgreichen Arbeitskreis Energie für produzierende Unternehmen soll auch hier ein branchenspezifischer Erfahrungsaustausch zu Energiethemen stattfinden. Dass sich die Auseinandersetzung mit dem Thema Energieeffizienz immer lohnt, hat die Veranstaltung allemal gezeigt: Am Ende profitieren nicht nur die Einrichtungen selbst. Der größte Gewinner dieses Engagements ist das Klima.

Quelle: Roland Schmid, SuP Gesellschaft für Marketingkommunikation mbH

BU: In praxisnahen Vorträgen konnten sich die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten zur Energieeinsparung in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen informieren.

Quelle

KEFF Schwarzwald-Baar-Heuberg

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Simon Scholl

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